Hochsee - Angelkutter "Tietverdriew"

Hallo liebe Angelfreunde,

 

den meisten von Euch werden ja bereits die Fangbegrenzungen für die Dorschangelei 2017 in der westlichen Ostsee bekannt sein.

Ob es uns gefällt oder nicht wir müssen uns danach richten. Obwohl ich persönlich eine andere Regelung favorisiert hätte, muss ich natürlich zugestehen, das Schutzmaßnahmen für den Dorsch notwendig sind.

 

Viele fragen: "Werdet ihr weiter zum Angeln fahren?"

Aus jetziger Sicht - Ja. Aber das ist natürlich von der zukünftigen Nachfrage abhängig.

 

Andere fragen: "Trifft das für euch auch zu, ihr könnt doch aus dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik herrausfahren?"

Ja es trifft zu! Unsere Fanggründe liegen in jedem Fall nach fischereirechtlicher Definition in der westlichen Ostsee.

 

Können wir in die östliche Ostsee fahren um den Ouoten für die westliche Ostsee aus dem Weg zu gehen?

Könnten wir, ist aber völlig sinnlos!

1. Die kürzeste Entfernung von Sassnitz bis zum 15. Längengrad, dieser ist die fischereirechtliche östliche Begrenzung der westlichen Ostsee und verläuft etwa von der Südspitze Bornholm südlich bis zur polnischen Küste bei Rewal, beträgt knapp 50 sm. D.h.: wir brauchten unter guten Bedingungen 5 - 6 Stunden bis an die Grenze. Und dann müssen wir in dem Gebiet erst einmal den Dorsch suchen, denn der wartet sicher nicht gleich hinter der Begrenzung auf uns.

2. Und falls wir dort dann reichlich Dorsch geangelt haben sollten, was ich nicht glaube, dann dürfen wir in Sassnitz lt. gegnwärtiger Verordnung, egal wo wir diese gefangen haben, nur 5 Dorsche pro Angler und Tag anlanden.

Fazit: Das ist für Tagesfahrten ab Sassnitz keine Alternative.

 

Weitere Frage ist: "Welche Alternativen haben wir?"

Es gibt natürlich nicht nur Dorsche in der Ostsee! Wir werden uns auch auf das Fangen anderer Fische, denen wir bisher mit dem Kutter nicht nachgestellt haben orientieren. Z.B. Wittling sowie Hering und Hornhecht zu entsprechenden Jahreszeiten oder Plattfische.

Diese sind oft reichlich vorhanden und unterliegen keiner Fangbeschränkung. Man könnte auch für den Kutter oder für sich persönlich ein Mindestmaß (z.B. 45 o. 50 cm) festlegen. Das macht die Angelei doch spannender. Das offizielle Mindestmaß für den Dorsch 2017 beträgt 35 cm.

 

Oder: "Wer soll das wie kontrollieren"

Kontrollieren wird die Fischereiaufsicht und die Wasserschutzpolizei. Wie die konkrete Durchführung sein wird bleibt abzuwarten.

 

Ich denke, wer das Angeln als sein Hobby betreibt und Spass an der Kutterausfahrt hat, sich gerne mit anderen Meeresanglern auf dem Kutter trifft um ein wenig Anglerlatein auszutauschen und seine meist umfangreiche Ausrüstung erproben will oder sich einfach vom Alltagsstress erholen will, der wird dies auch im Jahr 2017 mit fünf Dorschen und eventuell einigen anderen schönen Fischen in der Kiste erleben können.

 

In diesem Sinne  "Petri Heil 2017"

Kapitän und Bordfrau vom Kutter Tietverdriew

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